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(Modul AVL 222b) 16413 V
Phantastische Literatur
Mo 16.00-18.00 Uhr
Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, JK 28/ 130 (Geänderter Raum!)
Beginn: 16. April 2007
MATERIAL. [Benutzername ist "menninghaus" - Passwort wird im Seminar bekannt gegeben]
Das Seminar wird sich mit der phantastischen Erzählung der deutschen Romantik, mit einigen 'Klassikern' der europäischen Phantastik im späteren 19. Jahrhundert, mit semi-phantastischen Werken des 20. Jahrhunderts und mit den bedeutendsten Theorien des Phantastischen beschäftigen.
Phantastische Literatur operiert mit den sich überlagernden Differenzen von real und irreal (bzw. transreal) und von Verstehen und Nichtverstehen. Indem sie diese Differenzen vergegenständlicht und im Durchbrechen oder Verschieben ihrer Grenzen bewußt macht, zwingt sie zugleich zu einer theoretischen Reflexion auf Möglichkeiten und Grenzen des Literarischen überhaupt.
Als Einstieg wird eine französische Erzählung aus dem Jahr 1772 gelesen, die oft die erste phantastische Erzählung im engeren Sinn genannt wird und die erheblichen Einfluß auf Ludwig Tieck und E.T.A. Hoffmann ausgeübt hat: Le diable amoureux von Jacques Cazotte. Darauf folgen E.T.A. Hoffmanns Der goldne Topf und Der Sandmann, anschließend Mary W. Shelleys Frankenstein, or the Modern Prometheus (1818), Nikolai Gogols berühmte Erzählung Die Nase (1836) und Prosper Mérimées La Vénus d'Ille (1837). Die zweite Textgruppe wird Paul Scheerbarts Lesabéndio (1913) und Franz Meyrinks Der Golem (1915) einschließen.
Vorbereitende Literatur:
Tzvetan Todorov, Einführung in die phantastische Literatur
Jacques Cazotte, Le diable amoureux, ed. Max Milner, Paris: Garnier-Flammarion.
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