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(Modul AVL 322b) 16419 HS
Daniel Weidner,
Kai Bremer
Das Bibeldrama
Di 14.00-16.00 Uhr
Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, KL 29/110
Beginn: 17. April 2007
Die Lehrveranstaltung untersucht an ausgewählten Beispielen verschiedene Projekte der Dramatisierung und Inszenierung der Bibel vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Sie vergleicht dabei nicht nur verschiedene Epochen und Nationalliteraturen (deutsche, englische, französische, niederländische), sondern auch verschiedene Gattungen (Geistliches Spiel, Humanistendrama, bürgerliches Trauerspiel, modernes Drama) und wirft auch wenigstens Ansatzweise einen Blick auf die unterschiedliche Performanz und Medialität der Bibeldramatik.
Die Bibeldramatik ist ein dezidiert europäisches Genre mit einer langen, freilich oft problematischen Tradition. Sie reagiert dabei nicht nur auf die verschiedenen Literaturkonzepte, sondern auch auf die verschiedene Stellung der Bibel in der europäischen Kultur. Dabei soll der Bezug zur Bibel nicht rein motivgeschichtlich als Rückgriff auf bestimmte Stoffe verstanden werden, sondern als je spezifische Auseinandersetzung mit einem anderen Wissens- und Textmodell – damit auch als Auseinandersetzung der Literatur mit ihrem ‚Anderen’. An einzelnen Beispielen kann diese spannungsreiche Konstellation von Bibel und Literatur nachgezeichnet und die besonderen Möglichkeiten literarischer, zumal theatralischer Texte herausgearbeitet werden.
Zur Einführung sei empfohlen:
Murray Roston: Biblical Drama in England. From the Middle Ages to the Present Day, London 1968.
Silvia Serena Tschopp: Bibeldrama, in: Enzykloädie der der Neuzeit Bd. 2 Stuttgart 2005, Sp. 138-140.
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