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16452 Hauptseminar

Martin v. Koppenfels

Sylvia Plath: Lyrik


Sylvia Plath (1932-1963) ist zweifellos die am stärksten mythisierte englischsprachige Dichterin des gerade vergangenen Jahrhunderts, die Deutung ihres Werks heillos verquickt mit biographischer Spekulation. Diese Verstrickung lösen, das Werk vor der unglückseligen Biographie der Autorin ’retten’ zu wollen - etwa durch einen Akt literaturwissenschaftlicher Askese - scheint naiv und unangemessen.

Unsere Lektüre wird sich trotzdem weder auf die Entschlüsselung von Anspielungen konzentrieren, noch auf die Inventarisierung von ’Themen’ (die Frage nach dem Vater, der neurotische Familienroman, Selbstmordphantasien, Mutterschaft, etc.), sondern auf die poetische Form - und sei es nur, um den genauen Punkt zu bestimmen, an dem diese Form den Sprung in die Biographie (oder in die Politik) fordert, reizt oder vielleicht auch blockiert.

Im Zentrum der Lektüre steht der Ariel-Zyklus, ein besonderes Interesse gilt den Ausdrucksformen der Trauer in Plaths Lyrik. Aus diesem Grund ist auch ein Seitenblick auf Ted Hughes’ Trauerzyklus Birthday Letters (1998) angebracht, dessen Deutung an das Verständnis seiner textuellen Beziehung zu Sylvia Plaths Dichtung gebunden ist.

ZUR ANSCHAFFUNG:

  • Sylvia Plath: Collected Poems.
    (Harper Collins) 1981.

EINFÜHRUNG:

  • Elisabeth Bronfen: Sylvia Plath.
    Frankfurt am Main 1998.


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