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13501 Vorlesung

Werner Busch

Neoklassizismus (Frankreichstudien)


Nach französischem, englischem, respektive italienischem Vorbild sprechen wir, wenn wir die Kunst der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts meinen, von Neoklassizismus. Damit ist nicht nur die bestimmte Epoche gemeint, sondern auch die grundsätzliche Differenz zu allen vorangehenden Klassizismen.

Die Kunst des Neoklassizismus zeichnet zwei Facetten aus, die in dieser Vorlesung entfaltet werden sollen: zum einen ist sie historisch-reflexiv, d.h. sie betrachtet die vergangene Kunst als fremd und fern, empfindet einen Traditionsbruch, so daß den benutzten Kunstvorbildern der Zitatcharakter anzusehen ist. Erreicht wird dies durch eine forcierte Stilisierung.

Diese Stilisierung ist zum anderen ein extremer Wirkungsfaktor. Die Verfremdung des Historischen wird durch die Wirkintensität dialektisch aufgehoben. Dieser Prozeß ist zwischen 1750 und 1800 zu verfolgen.

Einführende Literatur:

  • Hugh Honour: Neo-classicism.
    London 1968.


  • Katalog der Ausstellung: The Age of Neo-classicism.
    London (The Royal Academy and the Victoria & Albert Museum) 1972.


  • Robert Rosenblum: The International Style of 1800.
    New York und London 1976.


  • Artikel "Klassizismus".
    in: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 4.
    Tübingen 1998, Spalten 977 - 1088.


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