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16420 Proseminar

Bernd Blaschke

Diderot und Lessing. Theater und Theatertheorie


Mitte des 18. Jahrhunderts finden von verschiedenen Seiten Reformbemühungen an der überkommenen klassizistischen Theaterkonzeption statt. Diderot und Lessing, der ersteren eifrig übersetzte, sind die wichtigsten Theoretiker in den Debatten über ein ‚Bürgerliches Trauerspiel‘ und eine ‚Ernste Komödie‘. Wir wollen im Seminar etwa gleichgewichtig theoretische Texte und Theaterstücke diskutieren und sie in ihrem literatur- und sozial-geschichtlichen Zusammenhang verorten.

An Stücken werden wir Diderots Père de famille sowie Lessings Der junge Gelehrte, Minna von Barnhelm und Miß Sara Sampson untersuchen. Die theoretischen Debatten über eine neue Theaterästhetik und ihre anthropologische sowie soziologische Grundlegung werden wir uns durch die Diskussion von Auszügen folgender Texte vergegenwärtigen:

  • Diderot:
    • Entretiens sur ‚Le Fils naturel‘,
    • De la Poésie dramatique,
    • Paradoxe sur le comédien.
  • Lessing:
    • Hamburgische Dramaturgie.

Das wöchentliche Lesepensum beträgt etwa 30-50 Seiten.

Einführend und zur Orientierung im Themenfeld:

  • Peter Szondi: „Tableau und Coup de théâtre. Zur Sozialpsychologie des bürgerlichen Trauerspiels“.
    in: Peter Szondi: Schriften II, S. 205-232.

Zur Vorbereitung empfohlen: Lessing lesen.


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