52842 Proseminar
Imaginierte Ukraine. Zur kulturellen Topographie der Ukraine in der polnischen, ukrainischen und russischen Literatur
Die Ukraine stellt in der polnischen und russischen Literatur einen stark mythogenen und mythisierten Raum dar: die weite Steppe, wilde Kosaken, groteske Dorffolklore oder wandernde Wahrsager sind seit der Romantik Topoi und stereotypisierte Erkennungszeichen dieses Raums.
Ebenfalls seit der Romantik bildet sich sowohl in der polnischen als auch in der russischen Literatur ein exotisierender und/oder ein imperialer Blick auf die Ukraine heraus.
Im Mittelpunkt des Seminars stehen literarische Wahrnehmungshorizonte und Projektionen der Ukraine in den beiden Literaturen seit der Romantik bis heute, die vergleichend unter dem Aspekt kultureller Konstruktionen von geographischem und historischem Raum untersucht werden.
Ein Blick auf den Umgang mit den imaginierten Bildern der Ukraine in der jüngsten ukrainischen Literatur ergänzt das thematische Spektrum des Seminars.