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Modul AVL 112b 16401 Grundkurs
Einführung in die Erzähltheorie
In den letzten Jahren ist, nach einer gewissen Flaute in den 80er Jahren und zu Beginn der 90er Jahre, wieder ein wachsendes Interesse an der ‚Wissenschaft vom Erzählen‘, der Narratologie, zu verzeichnen. Der Erzählforscher David Herman spricht sogar von einer „explosion of activity in the field of narrative studies“. Eine Vielzahl von neuen Beiträgen zum Feld der Erzähltheorie aus unterschiedlichen Fachbereichen war die Folge.
In dem Seminar soll zunächst die klassische, strukturalistische Erzähltheorie, die Grundlage und Ausgangspunkt zahlreicher neuer Ansätze der Narratologie bildet, besprochen und anhand von Beispielen aus der französischen, englischen und deutschen Erzählliteratur praktisch angewandt und erprobt werden. In einem zweiten Schritt werden dann neuere Entwicklungen der Erzählforschung vorgestellt und vergleichend analysiert werden. Zu denken ist hierbei beispielsweise an die Feministische, Pragmatische oder Kognitive Narratologie. Dabei soll hinter der Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Ansätzen immer die Frage stehen, welche Erkenntnis- und Anwendungspotentiale sie für die eigene Lektüre und die literaturwissenschaftliche Arbeit bergen.
Einführende Literatur:
- David Herman (Hg.), Narratologies. New Perspectives on Narrative Analysis, Columbus 1999 (bes. die Einleitung).
- Ansgar Nünning/Vera Nünning (Hgg.), Neue Ansätze in der Erzähltheorie, Trier 2002.
Eine erste Einführung in die Grundlagen der Erzähltheorie bietet die Internetseite von Manfred Jahn (Universität Köln): http://www.uni-koeln.de/~ame02/pppn.htm
Auszüge aus Erzähltexten, anhand derer verschiedene Begriffe der Erzähltheorie besprochen werden sollen, sowie grundlegende Texte der Sekundärliteratur werden zu Beginn des Semester als Kopiervorlage im Copyshop in der Habelschwerdter Allee bereitliegen.
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