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16440 Proseminar

Markus Edler

Die Sprachen des Unbewußten. Einführung in Freud


„Das Unbewußte“, so lautet eine Gnome des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan, sei „strukturiert wie eine Sprache“. In diesem „wie“ deutet sich, aller scheinbaren Klarheit des Satzes zum Trotz, ein Dilemma an. Denn, mit dem treffenden Ausdruck einer Patientin Freuds, die Psychoanalyse ist eine „talking cure“, die ihren Heilerfolg durch das Sprechen des Patienten und im Vertrauen auf die Sprache zu erreichen und diesen Zusammenhang zwischen Sprache und therapeutischer Wirkung auch theoretisch zu begründen versucht.

Demgegenüber steht Freuds Einsicht in die Darstellungsmittel des Traums, die sich der Regression des Traums auf gerade nicht-sprachliche Ausdrucksformen verdanken: Worte erscheinen dort nicht als Elemente der Sprache, sondern als bildliche Repräsentationen von Worten. Mehr noch: Die Rhetorik des Traums, seine Täuschungstechniken wie „Verdichtung“ und „Verschiebung“, hängt nach Freud vom Energieaustausch zwischen psychophysischen Systemen ab, die das repräsentationslose Triebfundament der psychischen Aktivitäten bilden.

Das Seminar wird erstens in der Auseinandersetzung mit einigen für die Traumdeutung wesentlichen Träumen sowie ausgewählter Krankengeschichten eine Einführung in die Psychoanalyse geben und zweitens versuchen, in dieser Diskussion die Funktion und Stellung der Sprache in der Psychoanalyse Freuds zu erhellen.

Zur Vorbereitung:

  • S. Freud: Die Traumdeutung. Studienausg. Bd. 1 (versch. Auflagen).


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