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16443 Proseminar

Iris Roebling

E.T.A. Hoffmann


Als „zuchtlose Phantasterei“ hat Karl Rosenkranz in seiner Ästhetik des Häßlichen E.T.A. Hoffmanns Werk bezeichnet und sich damit im wesentlichen dem Hegelschen Bann angeschlossen. Dieser hatte Hoffmanns Schriften unter der Überschrift des „Negativen“ aus der Sphäre des Geistes ausgeschlossen. Diese heftige Antipathie werden wir zu ergründen versuchen.

Im Mittelpunkt steht dabei die sorgfältige Lektüre ausgewählter Schriften Hoffmanns (u.a. Der goldene Topf, Die Elixiere des Teufels, Der Sandmann). Wir werden uns dabei mit der teilweise großen Anzahl von Interpretationen auseinandersetzen, die diese Werke erfahren haben und uns fragen, worin ihre Offenheit besteht. Begleitend werden theoretische Texte (u.a. von Albert Béguin und Sigmund Freud) wie auch andere fiktionale Texte (u.a. von Jean-Jacques Rousseau) gelesen.

Folgende Themen sollen im Verlauf des Seminars diskutiert werden: eine mögliche Theorie des Traums, der Automaten-Mensch, die Empfindsamkeit der Nerven', die Entdeckung des Ich, das Unheimliche, das Wunderbare, der Doppelgänger, die Bedeutung von Ironie und Wahnsinn. Ziel ist es, auch wenn Hoffmann allein im Zentrum des Seminars stehen wird, ein Verständnis für die gesamte Epoche der Romantik zu wecken.

Zur Vorbereitung:

  • Was immer Ihnen von E.T.A. Hoffmann zusagt.
  • Safranski, Rüdiger, Das Leben eines skeptischen Phantasten, 1984.
  • Béguin, Albert, L’âme romantique et le rêve, 1991.


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