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16461 Übung
Philipp Mehne
Italienreisen
Die Reise nach Italien gehörte über Jahrhunderte zu den Pflichtübungen der gebildeten Stände und Gesellschaftsschichten. Von Michel de Montaigne bis zu Brinkmann hat eine lange Reihe von europäischen und amerikanischen Autorinnen und Autoren die (sinnlichen) Eindrücke dieser Reise, die Rezeption von Bauten, Skulpturen und Malerei aus der Antike und der italienischen Renaissance, in Texten unterschiedlicher Gattungen geschildert. Daneben sind etwa seit dem Ende des 18. Jahrhunderts auch professionelle Reiseführer entstanden. Dabei hat sich ein vielgestaltiger literarischer Diskurs herausgebildet, der Gegenstand unserer Diskussion sein soll.
Wie wird über Italien und die Wirkungen der Reise gesprochen, und wie verändert sich die Rede hierüber im Lauf der Zeit? Gibt es spezifische Topoi, mit denen die Kunstrezeption in Italien beschrieben wird? Wie verhält es sich mit dem Versuch der Schilderung eigener ästhetischer Erfahrung bei der gleichzeitig starken Intertextualität der Reiseberichte? Was bleibt von diesem Diskurs nach dem Aufkommen des modernen Tourismus? Wir lesen eine breite Auswahl an Texten mit Schwerpunkt auf dem 18. und 19. Jahrhundert.
Zur Vorbereitung:
- Burgess, Anthony and Frances Haskell, Hg., The Age of the Grand Tour. London: Paul Elek, 1967.
- Brilli, Attilio. Reisen in Italien: Die Kulturgeschichte der klassischen Italienreise vom 16. bis ins 19. Jahrhundert. Köln: DuMont, 1989.
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