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16469 Hauptseminar

Martin von Koppenfels

Flauberts "L'Education sentimentale" und die Poetik des Romans


Flauberts ironischer Paris-, Revolutions- und Bildungsroman L’Éducation sentimentale (1869), die radikale Neuschöpfung des gleichnamigen empfindsamen Jugendwerks, ist ein Klassiker, der seine Leser quält.
Bei der ersten Lesergeneration stieß er denn auch auf Unverständnis, wurde jedoch seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Inbegriff modernen Erzählens gefeiert – und zwar von Romanciers und Kritikern, die heute ihrerseits als Klassiker gelten: Proust, Kafka, Lukács und Benjamin.

Ausgehend von unserer Lektüre des Romans werden wir uns die Frage stellen, warum die genannten Autoren, aus sehr unterschiedlichen Perspektiven, dieses Buch als eine Art Vermächtnis des 19. Jahrhunderts an das ihre betrachteten – und welche Konsequenzen dies für die Theorie der Gattung Roman im 20. Jahrhundert hatte.

Das Seminar richtet sich an Studierende mit Interesse an französischer Literatur und / oder Literaturtheorie.

Zur Vorbereitung:

  • Lektüre des Romans (Taschenbuchausgabe bei Gallimard-Folio).
Ferner zur Vorbereitung empfohlen:
  • Marcel Proust, „À propos du ‚style’ de Flaubert“ (1920).
  • Georg Lukács, Die Theorie des Romans. Ein geschichtsphilosophischer Versuch über die Form der großen Epik (1920).
  • Walter Benjamin, „Der Erzähler“ (1937).


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