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16471 Hauptseminar

Oliver Lubrich

Berlin-Bilder der 30er und 40er Jahre


Der Mythos der ‚Metropole‘ Berlin wird für gewöhnlich eng mit den ‚goldenen Zwanzigern‘ verbunden – oder mit der Zeit der Berlin-Blockade, der deutschen Teilung, des Mauerbaus und des ‚Kalten Krieges‘.
Welche Bilder Berlins entstanden in der Zeit dazwischen: in den dreißiger und vierziger Jahren? Wie wird die Stadt repräsentiert, inszeniert und projektiert – in Literatur, Film und Propaganda? Wie nahmen Deutsche, und wie nahmen Ausländer die ‚Reichshauptstadt‘ wahr?
Und wie verhalten sich diese Bilder zu denen aus der Epoche vor der Endphase der Weimarer Republik und nach der Gründung der Bundesrepublik? – Wir arbeiten mit Dokumenten unterschiedlicher Gattungen, die sowohl als Grundlage von close readings (zum Beispiel von Reiseberichten) wie im Hinblick auf eine Diskursgeschichte (der Stadtplanung, des Alltags etc.)

zur Diskussion stehen: von Fritz Langs Film M – eine Stadt sucht einen Mörder über Christopher Isherwoods Roman Goodbye to Berlin, die Bauten und Entwürfe Albert Speers für ‚Germania‘ bis zu literarischen Berichten über die Luftangriffe und Reportagen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Zur Vorbereitung können Sie einen Blick in die Anthologie Reisen ins Reich 1933-1945 (Frankfurt am Main 2004) werfen.


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