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16476 Hauptseminar

Georg Witte

Versformen. Zur Phänomenalität des poetischen Texts


Das Seminar widmet sich der Frage, wie poetische Texte „erscheinen“ – unter den spezifischen Bedingungen ihrer (schrift)medialen Präsentation und ihrer in der Verszeile sich manifestierenden rhythmischen Organisation. Seit den formalistischen Poetiken ist dabei bekannt, dass er gerade der Bedingungszusammenhang zwischen Schriftform und Versform ist, der die spezifische Phänomenalität des poetischen Texts bestimmt.

„Versformen“ also in einem weiteren und prinzipielleren Sinne als dem der kanonischen Metrik: Versformen sind auch Sichtbarkeitsformen des Gedichts. Das Gedicht „blickt uns an“.

Vorbereitende Lektüre:

  • Tynjanov, Jurij: Das Problem der Verssprache. München 1977.
  • Lobsien, Eckhard: Wörtlichkeit und Wiederholung. München 1995.
  • Witte, Georg: „Das Gesicht des Gedichts“.
    In: Strätling, Susanne / Witte, Georg: Die Sichtbarkeit der Schrift (im Druck/Kopie des Typoskripts liegt aus).


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