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17133 Proseminar
Semiotische Spiele in der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts
Bin auf den Gedanken gekommen, einen Roman zu schreiben, der nur aus lauter Romananfängen besteht. Der Held könnte ein Leser sein, der ständig beim Lesen unterbrochen wird. (...) Ich könnte das Ganze in der zweiten Person schreiben: du, Leser... (Italo Calvino Wenn ein Reisender in einer Winternacht...)
Das Seminar wird sich mit dem Œuvre von Italo Calvino und hier insbesondere mit seinem 1979 erschienen Roman Se una notte d’inverno un viaggiatore befassen. Darin nimmt Calvino die Herausforderung der semiotischen Literaturwissenschaft sowie der postmodernen Diskussionen zu Intertextualität und Intermedialität auf und läßt in der literarischen Inszenierung deren theoretische Postulate durchspielen. Das Ergebnis ist ein sehr komplexer und über Paradoxien konstruierter Text, der jedoch (im Gegensatz zu den meisten doch eher „leserfeindlichen“ modernistischen Texten) wie ein Kriminalroman Spannung zu erzeugen vermag und durch seine leichte, spielerisch-ironische Schreibbewegung im besten Sinne Unterhaltung verspricht.
Weitere Werke Calvinos, wie Il castello dei destini incrociati und Le città invisibili werden ebenso Gegenstand der Seminararbeit sein.
Das Seminar richtet sich sowohl an Studierende der Romanistik als auch der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft. Voraussetzung für den Erwerb eines qualifizierten Scheins ist, neben der regelmäßigen, aktiven Teilnahme, die Präsentation eines Referats sowie die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit.
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