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(Modul AVL 132b) 16405 GK
Witz, Humor, Komik in literarischen Texten
Mi 16.00-18.00 Uhr
Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, KL 29/135
Beginn: 19. April 2006
Wenn der Verurteilte am Montag morgen auf dem Weg zum Galgen bemerkt: „Die Woche fängt gut an“, so müssen wir lachen. Bei den Eingeborenen in Polynesien hätte ihm dieser Witz bereits das Leben gerettet, denn dort gilt: wer einen anderen zum Lachen bringt, darf sich von ihm etwas wünschen.
Wir werden uns im Seminar um eine Definition von „Witz“ sowie die Abgrenzung zu Komik und Humor bemühen. Dabei werden wir anhand von theoretischen und literarischen Texten die unterschiedlichen Funktionen des Witzes zu verstehen versuchen: er kann als stilistische Pointe zur Unterhaltung dienen, einen Tabubruch neutralisieren, Kritik zum Ausdruck bringen etc. Zudem scheint ihn eine subtile, kontrastive Verwandtschaft zu Leid, Tod und Schmerz auszuzeichnen.
Zu den zu lesenden Autoren werden Plautus, Jean Paul, Charles Baudelaire, Sigmund Freud, Michel Houellebecq u.a. gehören.
Zur Einführung:
Freud, Sigmund, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten, in: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, 1999.
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