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(31 706) Hauptseminar
Anke Hennig
Produktionsästhetik zwischen konstruktivistischer Gegenstandslosigkeit und Verdinglichung der Produktion
Mo 10.00-12.00 Uhr
Garystr. 55, 121 (Seminarraum)
Beginn: 24. April 2006
Von der suprematistischen Gegenstandslosigkeit über den demonstrativen Abschied vom Bild im Konstruktivismus entfaltet sich in der Avantgarde ein Diskurs um den „Gegenstand“ der Kunst und ihre „Dinghaftigkeit“. Brechungslinien zwischen Materialästhetik und formaler Konstruktion lassen sich in der Produktionskunst beobachten, deren Debatten sich zwischen einer zweckfreien ‚Sprache der Dinge’ und einem ‚sozialen Sinn des Gegenstandes’ bewegen. Das Ding verflüchtigt sich in einer Metaphysik des Gegenständlichen im Projektionismus und löst sich zugleich im industriellen Design maschineller Serienproduktion auf. Auf dem Hintergrund von artifiziellem Dingfetischismus und absurder Verdinglichung wird das „ästhetische Objekt“ auch von den Kunstwissenschaften und der russischen phänomenologischen Schule erneut reflektiert.
Literatur: Gelesen werden programmatische Texte verschiedener avantgardistischer Gruppen zur Dingästhetik, die in Zusammenhang mit einem geplanten Editionsprojekt stehen.
Alle Texte in russischer Sprache.
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