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Bernd Seidensticker

Das griechische Theater

Mo 10.00-12.00 Uhr
Ehrenbergstr. 35, Hs A (Hörsaal)

Beginn: 16. Oktober 2006

 

Die Vorlesung wird versuchen, einen Überblick über Entstehung und Entwicklung des griechischen Theaters zu geben. Der Akzent liegt dabei nach einem kurzen Blick auf die Entstehung des antiken Dramas und Theaters nicht auf Stücken und Autoren, sondern auf dem Theater als Institution. Behandelt werden die Entwicklung des Theaterbaus (vom Tanzplatz zum hellenistischen Steintheater) und die Organisation des Theaterbetriebs von Spielplan und Finanzierung über Personal (Schauspieler, Statisten, Chor, Musiker, Bühnenarbeiter) und Ausstattung (Maske, Kostüme, Requisiten, Theatermaschinen) bis zu den verschiedenen Formen dramatischen Spiels (Tragödie, Komödie, Satyrspiel, Mimos u.a.), sowie zu Inszenierung und Publikum. Eingehende Interpretationen ausgewählter Szenen aus Stücken der drei großen Tragiker Aischylos, Sophokles und Euripides sowie aus den Komödien des Aristophanes werden zudem die große Bedeutung der 'Opsis', der szenischen Umsetzung der Texte ins Visuelle, dokumentieren, die Aristoteles in der Poetik fast völlig ignoriert hat.
Ein Blick auf das römische Theater wird die Vorlesung abrunden.
Das Theater spielte in Griechenland (wie später auch in Rom) eine bedeutende kulturelle, gesellschaftliche und politische Rolle und ist bis heute auf der Bühne lebendig. Eine Vorlesung über das griechsiche Theater ist deswegen nicht nur für klassische Philologen, sondern auch für Theaterwissenschaftler und Komparatisten, Germanisten, Anglisten und Romanisten, Archäologen und Althistoriker von Interesse.
Interessierte Studenten dieser Fächer sind herzlich willkommen. Besondere Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Alle antiken Texte und Quellen werden (auch) in Übersetzung vorgelegt.
Ein detailliertes Programm, das zu Beginn des Semesters verteilt und ausgehängt wird, ermöglicht auch die Teilnahme an einzelnen Stunden bzw. an Teilen der Vorlesung.

 


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