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(Modul AVL 331b) 16424 HS
Komödien des 18. Jahrhunderts
Di 14.00-16.00 Uhr Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, KL 29/137
Beginn: 17. Oktober 2006
Welchen Formen, Entwicklungen und (theater-)geschichtlichen Kontexten der Komödie begegnen wir im Jahrhundert der Aufklärung? Worüber lachte man? Welche Funktion und Moral wird dem komischen Spiel zugeschrieben? Wie lassen sich die Veränderungen von der Verlachkomödie hin zur ernsten oder larmoyanten Komödie erklären? Diesen Fragen sowie einem Set von motivischen Interessen möchte das Seminar in der Interpretation von deutschen, französischen und eventuell englischen und italienischen Komödien nachgehen.
Beginnen wollen wir mit zwei Sitzungen zu grundlegenden Theorien der Komödie und zu Philosophien des Lachens und der Modalitäten von Komik. Zu den gesetzten Autoren und Texten dieses Lese- und Interpretationsseminars gehören Luise Gottsched (Die Pietisterey im Fischbeinrocke, Die Hausfranzösin), Lessing (Der junge Gelehrte, Minna von Barnhelm), Lenz (Der Hofmeister), Marivaux und Diderot (Le Père de Famille). Je nach Interessen der Seminarteilnehmer wollen wir diesen Kern ergänzen durch Komödien von Lillo, Goethe, Beaumarchais (+Mozart), Goldoni, Goldsmith, Gellert oder anderer. Leitmotive und Diskussionskerne bilden Motive wie Liebe, Geld und Ökonomie, Geschlechterrollen und Generationenkonflikte, Stände-Opposition, Komik des Wissens, Gefühl und Gewalt, sowie Schlußszenarien und Konfliktlösungen.
Das wöchentliche Lesepensum beträgt ca. 60 Seiten. Zur Vorbereitung können Sie einige der genannten Komödien lesen.
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