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16448 HS
Annette Jael Lehmann
American Scene. Diskurse und Praktiken der Fotografie zwischen Inszenierung und Dokumentation
Fr 8.00-10.00 Uhr Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, KL 32/202
Beginn: 20. Oktober 2006
Anhand der Leitlinie von zentralen Stationen der Geschichte der amerikanischen Fotografie soll das wechselseitige Konstitutionsverhältnis von Bild, Text und Szene im historischen Wandel vom 19. zum 20. Jahrhundert untersucht werden. Dabei soll die Inszenierung von Menschenbildern im Vordergrund der Betrachtung stehen. Im einzelnen werden folgende Schwerpunkte gewählt: (1) Konventionen des Sehens und der Wahrnehmungsmuster im Hinblick auf die Möglichkeiten von Identitätskonstruktionen. (2) Die Rolle des Betrachters und die subjektive Neupositionierung von Betrachterfiguren im öffentlichen Leben. (3) Aneignungsstrategien von Wirklichkeit und die Rolle des Subjekts. Untersuchte Beispiele sind u.a.: Metthew Brady "Illustrious Americans”, Oliver Wendell Holmes "Civil War Stereoskopie”, W.E.D. Du Bois Ausstellung des "American Negro”, Alfred Stieglitz und seine New York Galleries, Walker Evans "Let us Now Praise Famous Men”, Cindy Sherman "History Portraits” sowie Arbeiten von Jeff Wall. Theoretisch soll sich das Seminar mit dem interdisziplinären Untersuchungsgebiet von Diskursen und Bildpraktiken beschäftigen.
Als Voraussetzungen für einen Scheinerwerb gelten: ein Referat/Hausarbeit zu einem seminarrelevanten Thema, zwei kurze Zusammenfassungen der Sekundärliteratur sowie eine engagierte Mitarbeit.
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