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16455 HS
Tom Jürgens
Avantgarde und Manifestantismus
Mi 14.00-16.00 Uhr Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, JK 29/139
Manifeste sind Proklamationen und oftmals Provokationen, Texte performativen Charakters, sie oszillieren zwischen Verkündigung und Vollzug, zwischen Programm und programmatischer (Selbst-) Überschreitung. Im Seminar werden Manifeste der zentraleuropäischen Avantgarden der 1910er bis 1930er Jahre hinsichtlich ihrer ästhetischen und kommunikativen Struktur untersucht. Dabei soll ihre poetische Sprengkraft aber auch ihr soziokulturelles Potential zeitlich und räumlich verortet und eine Typologie dieses Genres vor dem Hintergrund seiner Vorläufer (Künstlerviten, Traktatliteratur etc.) und seiner konkreten „Handgreiflichkeit“ und „Offenkundigkeit“ erarbeitet werden.
Zur Einführung empfohlene Literatur: Asholt, Wolfgang / Fähnders, Walter (Hrsg.): Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938), Stuttgart / Weimar 1995.
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