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Nachtrag Proseminar

Jana Ziganke

Antonin Artaud


Susan Sontag beschreibt Artaud als "eines der letzten großen Beispiele der heroischen Epoche der literarischen Moderne".

In diesem Seminar soll die Selbstinszenierung des 'Borderline-Phänomens' Artaud, die keine Grenzziehung zwischen 'Leben' und 'Werk' mehr zuläßt, unter sprachphilosophischen, theatertheoretischen, psychoanalytischen und kulturwissenschaftlichen Aspekten diskutiert werden.

Artauds Versuch, unter Rückgriff auf exotisch-rituelle Darstellungsformen eine 'Sprache' zu entwickeln, die sich dem klassischen abendländischen Zeichensystem verweigert, soll gegen andere avantgardistische Sprach- und Kunstkonzeptionen abgegrenzt werden, vor allem gegenüber der surrealistischen Bewegung, der er zeitweise angehörte.

Seine revolutionäre semiotische Theaterkonzeption, die das gesamte moderne Theater geprägt hat, wird ebenso Untersuchungsgegenstand sein, wie seine autobiographischen Schriften (Briefe und Reiseberichte), seine Aufsätze, Lyrik und Prosa.

(Bibliographische Literaturangaben folgen).


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