16421 Proseminar
Parodie
Die Beziehungen zwischen postmodernen Kulturen und parodistischen Strategien in Kunst und Literatur sind vielschichtig und weitverzweigt. Schwerpunkt dieses Seminars bildet der Zusammenhang von Gender und Parodie, der anhand der Romananalysen von Kathy Acker (Don Quixote), Angela Carter (The Passion of New Eve) und David Lodge (Small World. An Academic Romance) erschlossen werden soll.
Der Betrachtung der Repräsentationspraktiken von Camp und Drag in Fotografie, Szenenkultur und im Film, insbesondere Jannie Livingstons' Paris is Burning, kommt ebenfalls ein hoher Stellenwert zu. Theoretische Leitfäden für die Untersuchungen werden aus Texten von Linda Hutcheon, Jean Baudrillard, Judith Butler, Gérard Genette und Fredric Jameson geknüpft.
Die Lektüre mindestens einer der ausgewählten Romane wird vor Beginn des Seminars empfohlen. Als Einführung ins Thema kann Linda Hutcheon: A Theory of Parody. Teachings of Twentieth-Centrury Art Forms. New York and London 1985. gelesen werden.