16431 Übung
Sascha Lehnartz
Performativität und Performanz
Die Begriffe 'Performativität' und 'Performanz' erfreuen sich im kritischen Diskurs der letzten Jahre wachsender Beliebtheit. Die Übung wird diese Begriffsgeschichten verfolgen und untersuchen, in wie weit die Kategorien an Schärfentiefe gewonnen haben.
Sie geht dabei vom doppelten Ursprung der Begriffe in der Linguistik und in den 'Performance Studies' aus und untersucht, auf welchen verschiedenen, sich zum Teil überlappenden Feldern sie zum Tragen kommen. Angeschnitten werden dabei auch Performanz-Konzepte in der Anthropologie und den Sozialwissenschaften, die Entwicklung der Performance-Kunst sowie die Beziehung zwischen Performanz und postmodernen Identitätsentwürfen.
Geplant ist die auszugsweise Behandlung folgender Performer: Acconci, Austin, Butler, Clifford, J. Hillis Miller, Huizinga, Caillois, Simmel, Benjamin, Artaud, Tretjakow, Goffman, H. Blau, Schechner u.a.. Um eine gewisse Praxisnähe zu pflegen, soll zudem dem Performance-Raum Berlin besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Scheinerwerb durch Seminar-Arbeit oder -Performance.
VORBEREITENDE LEKTÜRE:
- Andrew Parker and Eve Kosofsky Sedgwick (Ed.): Performativity and Performance.
New York (Routledge) 1993.
- Marvin Carlson: Performance: A Critical Introduction.
New York (Routledge) 1996.