16400 Vorlesung
Vom Formalismus zur postkolonialen Kritik: Stationen anglo-amerikanischer Literatur- und Kulturkritik
Die Vorlesungsreihe führt in verschiedene Theorien, Perspektiven, Ansätze und Interpretationsmethoden ein, die für die Literatur- und Kulturwissenschaft allgemein und für die American studies im besonderen von grundlegender Relevanz sind. Im Laufe des Semesters verfolgen wir dabei die Entwicklung dieser Theorien und Methoden vom Formalismus und New Criticism über marxistische, feministische und afro-amerikanische Perspektiven bis zum New Historicism und zur postkolonialen Kritik. Dabei zielt die Veranstaltung vor allem auf ein Verständnis der spezifischen Prämissen, Perspektiven, Fragestellungen und Verfahrensweisen der unterschiedlichen Ansätze sowie auf deren Kontextualisierung.
Schwerpunkte werden wir in den Bereichen Strukturalismus, Dekonstruktion und Poststrukturalismus sowie in der feministischen Kritik und den gender studies setzen, da deren Blickwinkel unser Verständnis der Funktionen von Literatur und Kultur sowie der Beziehung von Fakt und Fiktion, von Realem und Imaginären in den letzten Jahrzehnten fundamental verändert haben.
Nach den etwa einstündigen Vorlesungen soll es Gelegenheit zur Diskussion geben. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, sich durch Lektüre ausgewählter, kurzer Texte auf die einzelnen Vorlesungen vorzubereiten.
ALS EINFÜHRENDE LEKTÜRE empfehle ich Terry Eagletons Literary Theory: an Introduction (1983); der Text ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich.