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17110 Hauptseminar

Jürgen Trabant

Vico und die (italienische) Sprache


Zunächst sollen die Grundgedanken von Vicos Sprachphilosophie anhand der Lektüre der entsprechenden Seiten aus der Scienza Nuova von 1744 erarbeitet werden: Vicos Opposition gegen Descartes; seine besondere Auffassung von einer "Neuen Wissenschaft" als einer Wissenschaft von der gesellschaftlichen Welt; die besondere Rolle, die die Zeichen des Menschen und die Sprache in dieser Wissenschaft von den gesellschaftlichen Dingen spielen; das Gemeinsame Geistige Wörterbuch der Menschheit.

Die Vico-Lektüre soll aber auch Anlaß sein, einen Blick auf die heutige Diskussion der von Vico angesprochenen 'großen' sprachtheoretischen Fragen zu werfen: wie z.B. Ursprung der Sprache, Sprache und Kultur/Natur, Sprache und Denken, Verschiedenheit der Sprachen, Sprache und andere Semiosen des Menschen, Sprache der Wissenschaft.

Und schließlich wollen wir uns auch den besonderen Gebrauch ansehen, den Vico von der italienischen Sprache macht, und die Frage des Italienischen als einer Sprache der Wissenschaften behandeln.

ZUR VORBEREITENDEN LEKTÜRE: Jürgen Trabant: Alte Wissenschaft von neuen Zeichen. Vicos Sematologie. Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1994.


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