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52449 Hauptseminar

Dieter Ingenschay

Mario Vargas Llosa: ausgewählte Narrativik (HS)


Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa, der sich einst vergebens um das Amt des Staatspräsidenten seines Landes bemühte, ist eine in der lateinamerikanischen Kulturtheorie nicht unumstrittene Figur. Mit seinem Romanwerk hat er entschieden zur Entstehung des sog. Boom der lateinamerikanischen Literatur beigetragen; sein Schreibstil hat sich seither jedoch entscheidend verändert.

Ziel des Seminars ist es, diesen Veränderungen nachzugehen und die Funktion und Rolle von Vargas Llosa für die Ausprägung des modernen lateinamerikanischen Romandiskurses kritisch zu beleuchten. Dabei steht die Diskussion folgender Werke im Zentrum: La casa verde (1965), La tía Julia y el escribidor (1977), El hablador (1987), Elogio de la madrastra (1988), Lituma en los Andes (1992). Auf Wunsch können auch andere Werke des Autors hinzugezogen werden.

Die einzelnen Arbeitssitzungen und ihre Schwerpunkte sollen von Gruppen vorbereitet werden. Die Mitarbeit in einer solchen Arbeitsgruppe ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Themenvergabe in der ersten Sitzung (1. Semesterwoche).

EINE RECHTZEITIGE LEKTÜRE der Primärtexte wird dringend empfohlen. Als erste allgemeine Einführung in das Werk Vargas Llosas wird die Lektüre der Biographie von Thomas Scheerer empfohlen (Suhrkamp-Taschenbuch).


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