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16533 Hauptseminar

Dorothee Gelhard

Philosophie in Rußland als literarischer Diskurs


"Die Sinn-Horizonte (West-)Europas und Rußlands schneiden einander seit Jahrhunderten in geschichtlicher Dynamik. Darin liegt ein ausgezeichneter Grund (der Behauptung) der Möglichkeit einer philosophischen Verständigung." (W. Goerdt: Russische Philosophie. Freiburg und München 21995, S. 35.)

Die philosophische Debatte ist in Rußland immer sehr stark in der Literatur geführt worden. Unter dem Schlagwort "Väter und Söhne", das Turgenev schließlich zum Titel seines Romans wählte, vollzieht sich in Rußland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein gewaltiger Umbruch, der eine mehr als nur formelle Kennzeichnung eines philosophischen Generationenwechsels darstellt: Metaphysik, Idealismus, Christentum, Gott und Mensch, Kirche und Staat, Mensch und Gesellschaft sind die großen Themen, um die gerungen wird.

Das Seminar will die Vielfalt der russischen Philosophie in der Literatur genauer beleuchten. Besprochen werden u.a. folgende Texte:

  • Turgenev: Otcy i deti.
  • Dostoevskij: Besy.
  • Goncarov: Oblomov.
  • Cernysevskij: Cto delat.

Bedingungen für die Scheinvergabe sind regelmäßige und aktive Teilnahme, schriftlich ausgearbeitetes Referat oder Hausarbeit.

Das Seminar richtet sich an Slavisten und Osteuropa-Studenten, sowie an Studierende der AVL.


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