17256 Proseminar
Avantgardebewegungen in Spanien und Lateinamerika
Im Mittelpunkt dieses Proseminars steht ein Verständnis von Avantgarde als einer nicht nur die Gattungs- und Werkgrenzen, sondern auch die Ländergrenzen überschreitenden ästhetischen Praxis. Nach einer Klärung der grundlegenden Konzepte der verschiedenen Avantgardebewegungen soll in einem zweiten Teil des Seminars eine Analyse der Rezeption und Transformation der europäischen Avantgarden im Werk lateinamerikanischer Autoren erfolgen.
Als ein Beispiel für das Geflecht von Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika soll der Weg des Ultraísmo von Spanien nach Argentinien verfolgt und anhand ausgewählter Texte diskutiert werden. Nach Interessenlage, den Sprachkenntnissen und der Lesebereitschaft der TeilnehmerInnen sollen dann weitere lateinamerikanische Avantgarden betrachtet werden.
Das Seminar richtet sich gleichermaßen an Studierende der Romanistik und der AVL. Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises ist neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates, das nach Semesterende zu einer schriftlichen Hausarbeit ausgebaut werden sollte.
(Siehe auch bei den Seminararbeiten.)
Einen guten Ausgangspunkt für eine erste Orientierung bieten die folgenden Texte:
- W. Wehle: "Lyrik im Zeitalter der Avantgarde. Die Entstehung einer ganz neuen Ästhetik zu Jahrhundertbeginn".
in: D. Janik (Hg.): Die französische Lyrik.
Darmstadt 1987, S. 408 - 480.
- Kongreßakten des Berliner Kolloquiums Europäische Avantgarde im lateinamerikanischen Kontext. Hrsg. v. H. Wentzlaff-Eggebert.
Frankfurt 1991.
Vergleiche auch:
- H. Wentzlaff-Eggebert: Las vanguardias literarias en España: bibliografía y antología crítica.
Frankfurt 2000.
Literaturempfehlungen und Arbeitsmaterialien
- Auswahlbibliographie zum Proseminar
- Seminarplan
- Linksammlung
(Siehe auch bei den Seminararbeiten.)