16430 Übung
Galili Shahar
Die unheilige Sprache: Überblick über neue israelische Literatur
Die Literatur, die in den letzten zehn Jahren in Israel geschrieben wurde, dokumentiert in allen ihren Schichten die Krise eines Zivildiskurses, die unauflösbaren Zirkel der Gewalt und die Zerrissenheit eines Identitätsparadigmas. Es sind literarische Arbeiten, in denen die Symptome des Hebräischen als kranker Sprachkörper zu Worte kommen. Dieser Kurs wird einen Überblick über das Feld der Literatur in Israel anbieten und Tendenzen, Gestalten, Zusammenhänge und ästhetische Phänomene in einigen Werken diskutieren, die neue Perspektiven über die Verfassung der Kultur in Israel eröffnen. Hebräisch-Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Zur Vorbereitung wird die folgende Literatur empfohlen, die im Handapparat in der Instituts-Bibliothek erreichbar ist:
- Franz Kafka: Einleitungsvortrag über den Jargon.
in: Beschreibung eines Kampfes.
Frankfurt am Main 1994.
- Yoel Hoffmann: Christus der Fische.
Reinbek bei Hamburg 1997.
- Orly Castel Bloom: Dolly City.
Reinbek bei Hamburg 1995.
- David Grossman: Momik.
in: David Grossman: Stichwort: Liebe.
München und Wien 1991.
- Etgar Keret: Schuhe.
in: Anat Feinberg (Hrsg.): Wüstenwind auf der Allee: Zeitgenössische israelische Autoren blicken auf Deutschland.
Berlin 1998.
- Gershon Shaked: Kein anderer Ort.
in: Gershon Shaked: Die Macht der Identität.
Königstein 1986.
Siehe auch das thematisch verwandte Pro-/Hauptseminar des Samuel Fischer-Gastprofessors Etgar Keret From Idea to Plot im November 2003.