16456 Hauptseminar
Lukács: Theorie des Romans
Lukács noch während des Ersten Weltkriegs verfaßte Theorie war ursprünglich als Vorwort zu einem Werk über Dostojevskij gedacht, ehe der Text die Form einer selbständigen Geschichtsphilosophie des Romans annahm. Das Werk gilt einerseits als eines der bedeutendsten Dokumente der Ästhetik des frühen 20. Jahrhunderts zwischen Neukantianismus und Lebensphilosophie. Andererseits stellen es die strikte Orientierung an der Geschichte des Romans und der Versuch einer Typologie in eine Reihe mit Adornos Philosophie der Neuen Musik und Szondis Theorie des modernen Dramas in der Nachfolge Hegels.
Außer dem Studium des Textes wird dringend auch zur Lektüre mindestens der wichtigsten der dort exponierten Romane geraten.
Literatur zur Einführung:
- R.-P. Janz: Zur Historizität und Aktualität der Theorie des Romans von Georg Lukács.
in: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft. 22 (1978), S. 674 - 699.