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52743 Hauptseminar
Sprachfiguren
Sprachfiguren verweist zunächst einmal auf den Bereich der Rhetorik. Formen und Modalitäten uneigentlicher, bildhafter, verfremdeter Rede führen zu semantischen Spannungen, zu Verdunkelungen und Verrätselungen des Sinns, in denen figurative und referentielle Funktion einander in die Quere kommen. Sie ziehen aber auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit für die Medien und Materialitäten des sprachlichen Ausdrucks nach sich.
Das Seminar will Verfahren der medialen und semantischen Substituierung und Supplementierung verschiedener Tropen (Allegorie, Synekdoche, Metapher, Metonymie, Ironie, Antonomasie) näher betrachten. Über die rhetorische Analyse hinaus wird es dabei darauf ankommen, aus dem Konzept der (Sprach)Figurativität heraus ein Begriffsfeld des instrumentellen, performativen und pragmatischen Sprachgebrauchs zu entwickeln.
Sprachfiguren werden also als Sprachtechniken zu untersuchen sein. Wie werden über Sprachfiguren (symbolische) Welten generiert? Aber auch: Wie erzeugen Sprachfiguren das, was sie sagen, als ein anderes? Wie verkoppeln Sprachfiguren Unsagbares mit Sagbarem? Und welche Rolle spielt gerade die Bildlichkeit der tropischen Rede in diesem Netz von Sprechen, Zeigen, Schweigen?
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