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16462 Übung
Markus Lasch
Zwischen Einheit und Vielheit: zu Poetik und Übersetzungsproblematik am Beispiel Fernando Pessoa
Fernando Pessoa gehört zweifelsohne zum Kanon der Weltliteratur. Dessen ungeachtet sind, zumal außerhalb des portugiesischen Sprachraumes, längst nicht alle Facetten seines vielschichtigen Werks, das mit einer großen Zahl poetischer und poetologischer Altertexte dialogiert, wirklich bekannt (die Rubaiyat des persischen Gelehrten und Dichters Omar Khayyam spielen dabei genauso eine Rolle wie die abendländische Tradition von Horaz bis Marinetti).
Als einführende Lehrveranstaltung wird die Übung versuchen, anhand einer Auswahl repräsentativer Texte des portugiesischen Dichters einen Überblick über sein Werk, die von ihm bemühten poetologischen Konzepte und die damit verbundene Problematik hinsichtlich der Übertragung seiner Dichtung zu geben. Als Ergebnis soll dabei unter anderem jene Dimension in Pessoas uvre ersichtlich werden, welche schon die ersten Exegeten seiner Texte beschäftigte und welche im Verlauf der wechselvollen Editions- und Rezeptionsgeschichte des Werkes immer deutlicher zutage trat: die Spannung zwischen Sehnsucht und eindrucksvollem Willen zu Kohärenz bei gleichzeitiger, teils lustvoll ausgelebter, teils als Qual empfundener Tendenz zur Dispersion.
Portugiesischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt und einführende Literatur am Anfang des Semesters bekanntgegeben.
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