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31054 Proseminar
Stanislaw Lem als Science-Fiction-Autor und Kulturtheoretiker
Das Seminar will einen einführenden Einblick in das vielseitige Werk des polnischen Autors geben, der nicht nur durch seine genreprägenden SF-Geschichten, sondern auch in seinen kulturtheoretischen und literarischen Schriften wegweisend ist. Dabei geht es um die paradigmatischen Grenzen und konstitutionellen Bedingtheiten menschlichen Denkens und wissenschaftlicher Erkenntnis überhaupt, die anhand simulierter Welten, grotesker Kommunikationssysteme, kybernetischer Märchenwelten oder anhand von philosophischen Überlegungen zur Rekonstruktion des Menschen verhandelt werden.
Auszugsweise werden unter anderem gelesen die Sterntagebücher (1957/1971) des kosmischen Münchhausen Ijon Tichy, die Cyberiada (1965) über eine ganz von Maschinen beherrschte Welt, die fiktiven Vorworte zu nicht existierenden Büchern in Imaginäre Größe (1976) sowie der Roman Solaris (1961) über einen von einem lebenden Ozean bedeckten Planeten. Mit Hilfe seiner theoretischen Abhandlungen wie Summa technologicae (1964), Phantastik und Futurologie (1970) oder der Technologiefalle (2000) versucht das Seminar zudem, die Werke Stanislaw Lems in einen größeren wissenschaftsgeschichtlichen und kulturtheoretischen Kontext einzuordnen.
Zur Einführung:
- Werner Berthel: Über Sanislaw Lem. (= Phantastische Bibliothek. Band 36). Frankfurt am Main 1981.
- Stanislaw Beres und Stanislaw Lem: Lem über Lem. Gespräche. (= Phantastische Bibliothek. Band 245). Frankfurt am Main 1989.
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