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16455 Hauptseminar
Kunst, Leben, Tod
Material
Donnerstag, 16-18 Uhr Habelschwerdter Allee 45, JK 27/106
Beginn: 27. Oktober 2005 (Änderung)
Der Begriff der lebendigen Vorstellung ist ein grundlegender Topos der philosophischen Ästhetik. Er schreibt dem Ästhetischen mit dem Streben nach 'Lebendigkeit' eine negative Beziehung zum Tod zu. In Kants Kritik der Urteilskraft treffen die Theorien ästhetischer Lebendigkeit und diejenige des Lebens selbst zusammen. Der Tod ragt aber nicht nur als das zu Vermeidende oder zu Überwindende in dieses Feld hinein. Er ist vielmehr obsessiv anwesend sowohl als Gegenstand zahlreicher künstlerischer Werke wie als ein Element der Selbstbeschreibung der ästhetisch gelungenen Form selbst.
Das Seminar wird – vom Pygmalion-Mythos bis zu neueren Ansätzen evolutionstheoretischer Ästhetik – einige Konfigurationen von Kunst, Leben und Tod in Mythologie, Poetik, Ästhetik und Literatur diskutieren.
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