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Modul AVL 112b
16401 PS Georg Witte
Metapher
Di 14.00-16.00 Uhr Beginn: 15. April 2008
Habelschwerdter Allee 45, KL 32/123
Von der antiken Rhetorik bis zu den modernen Kommunikationswissenschaften gilt die Metapher als eine Grundfigur von Sprachbildlichkeit und uneigentlichem Sprechen. In der neueren Literaturwissenschaft lassen sich an der Begriffsgeschichte der Metapher exemplarisch die Differenzen zwischen konkurrierenden Theorien, etwa der Hermeneutik, des Strukturalismus, der Dekonstruktion, verfolgen. Im Seminar sollen prominente Texte der literaturwissenschaftlichen Metapherntheorie diskutiert und am Beispiel poetischer Texte (aus verschiedenen Epochen) getestet werden. Darüber hinaus soll ein Verständnis für die Relevanz der Metapher in Diskursen und Praktiken jenseits der Literatur vermittelt werden. Das betrifft z.B. sprachwissenschaftliche, kognitions- und gedächtnistheoretische, wissensgeschichtliche, psychoanalytische und politikwissenschaftliche Erkenntnisse über Form und Funktion des Metapherngebrauchs.
Zur vorbereitende Lektüre empfohlen:
Haverkamp, Anselm (Hg.): Theorie der Metapher. Darmstadt (Wissenschaftl. Buchgesellschaft) 1983.
Kurz, Gerhard : Metapher, Allegorie, Symbol. Göttingen (Vandenhoeck &Ruprecht, 5. Aufl.) 2004.
Müller-Richter, Klaus (Hg.): Der Streit um die Metapher. Poetologische Texte von Nietzsche bis Handke. Darmstadt (Wissenschaftl. Buchgesellschaft) 1998.
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